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Immobilienblase Foto: Public Domain

Die Immobilienblase ist da

Der Anfang des neuen Jahres ist die Zeit, Bilanz über das abgelaufene Jahr zu ziehen. Das gilt für Unternehmen wie für diverse staatliche Stellen. Siehe da: in Hamburg bläht sich die Immobilienblase immer stärker auf. Laut dem Portal Verivox sind die Angebotspreise für Immobilien in Hamburg im Januar 2016 im Vergleich zu Januar 2015 um 7 % gestiegen. Die Angebotsmieten sind im gleichen Zeitraum aber um 4,9 % gefallen. Trotz Niedrigzinsen lohnen sich Immobilien als Investitionsobjekte dadurch nicht mehr. Nach den ersten Anzeichen vor etwas mehr als einem Jahr ist die Immobilienblase nicht mehr zu übersehen. Wer bisher mit dem Verkauf seiner Immobilie gezögert hat, sollte jetzt die opportunistische Gelegenheit nutzen um noch einen sehr guten Preis erzielen zu können.

Tragfähigkeit der Schulden erreicht

Die sinkenden Kreditzinsen haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass Immobilienkäufer bei gleicher monatlicher Belastung einen größeren Kredit aufnehmen konnten. Dadurch sind nicht nur neue Käuferschichten auf den Markt getreten, sondern auch die bestehenden Marktteilnehmer in die Lage versetzt worden, mehr für eine Immobilie auszugeben. Das Angebot ist hingegen nicht wesentlich gewachsen, weil Flächen für Neubauten im Zentrum irgendwann alle bebaut sind und  der Stuckaltbau eben nur den Besitzer wechseln kann. Seit etwa einem Jahr pendeln die Zinssätze zwischen 1. und 2 % und sinken nicht mehr wesentlich. Die Menge an Geld, die sich ein durchschnittlicher Immobilienkäufer leihen kann, stagniert nun ebenfalls. Lediglich sehr viel höhere  Löhne der Breite würden dem entgegen wirken. Die Einkommen steigen aber nur halb so schnell wie die Immobillienpreise. Wenn nun immer weniger Käufer in der Lage sind die aufgerufenen Preise zu zahlen, bleiben die Verkäufer auf ihren Immobilien sitzen oder senken den Preis.

Anlagealternativen tauchen wieder auf

Die Preisrally bei Immobilien ist auch eine Folge des Anlagenotstandes. Ehemals stabile Alternativen wie  Staatsanleihen, Rohstoffe und Edelmetalle haben keine oder sogar eine negative Rendite erwirtschaftet. Gerade am Ölpreis zeit sich das volle Ausmaß dessen. Von einst über 150 US Dollar pro Barrel ist der Preis zwischenzeitlich auf unter 30 US Dollar gefallen. Seit Jahresanfang erholt sich der Preis aber wieder. Ähnlich sieht es auch bei Gold aus. Nur deutsche und europäische Staatsanleihen werden weiterhin von der EZB aufgekauft. Das sorgt für niedrige Renditen aber auch niedrige Zinsen für Immobilienkredite. In absehbarer Zeit wird die EZB der FED folgen indem sie das Aufkaufprogramm beendet. Denn mit den steigenden Rohstoffpreisen kommt die Inflation auch wieder in Gang.

Fehlende Investoren und private Käufer stagnierenden Kreditmöglichkeiten und Anlagealternativen werden die Nachfrageseite innerhalb eines Jahres einbrechen lassen und die Angebotspreise in die Tiefe ziehen. Auslaufende Zinsbindung bei Krediten und dann gestiegene Zinssätze werden die Blase endgültig zum platzen bringen.

Ein Kommentar

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    […] und gekauft. Die Immobillienpreise sind gestiegen und gestiegen. Ein perfekter Nährboden für eine Immobilienblase […]

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