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Grüne Woche & wir haben es satt

Vergangene Woche fand in Berlin die „Grüne Woche“ statt. Ich habe diese Messe nicht besucht, weil mir bewusst ist, wie angestrengt diese Hochglanzschau bemüht ist, die soziale und ökologische Realität der Nahrungsbeschaffung zu ignorieren.

Am 19.01.2013 haben mehr als 25.000 Menschen für eine bessere Organisation der alltäglichen Fragen des Nahrungsmittelbedarfs und den damit verbundenen sozialen und ökologischen Globalwirkungen in Berlin demonstriert.

Nach Jahren der politischen Rückschritte und des Stillstands geschieht in Brüssel Bemerkenswertes. Der EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, der über den größten Budgetposten (42%!) des EU-Haushalts verhandelt, vertritt ein Konzept, das etwas mehr „Vielfalt“ in der Natur und eine etwas gerechtere Verteilung der Haushaltsmittel verspricht.

Mit diesen grundlegenden Fragen unserer Ernährungsmittelorganisation ist auch eine politische Sensation verbunden. Der Vertrag von Lissabon billigt dem europäischen Parlament erstmals das Recht zu, über Ackerbau und Viehzucht, Landschaften und Kulturen in Europa mitzubestimmen. Das Mitspracherecht des gewählten Parlamentes ist eine der grundlegende Säulen für die gesamteuropäische Demokratie.

Danke fürs Dabei sein! Mische dich ein und macht mit!

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